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F.C.I:-Standart-Nr.
166/23.03.1991/D Fassung 1997
Allgemeines Erscheinungsbild:
Der Deutsche Schäferhund ist mittelgross, leicht gestreckt, kräftig
und gut bemuskelt, die Knochen trocken
und das Gesamtgefüge fest.
Wichtige Massverhältnisse:
Die Widerristhöhe
beträgt für Rüden 60 cm bis 65 cm, bei Hündinnen 55 cm bis 60 cm. Die
Rumpflänge
übertrifft das Mass der Widerristhöhe um etwa 10 - 17%.
Wesen:
Der Deutsche Schäferhund muss vom Wesensbild her ausgeglichen, nervenfest,
selbstsicher, absolut
unbefangen und (ausserhalb einer Reizlage) gutartig sein, dazu aufmerksam
und führig. Er muss Mut,
Kampftrieb und Härte besitzen, um als Begleit-, Wach-, Schutz-, Dienst-
und Hütehund geeignet zu sein.
Kopf:
Der Kopf ist keilförmig, der Körpergrösse entsprechen (Länge etwa 40%
der Widerristhöhe), ohne plump
oder überstreckt zu sein, in der Gesamterscheinung trocken zwischen
den Ohren mässig breit. Die Stirn ist
von vorn und von der Seite gesehen nur wenig gewölbt und ohne oder mit
nur schwach angedeuteter
Mittelfurche. Das Verhältnis von Oberkopf zu Gesichtsteil beträgt 50%
zu 50%. Die Oberkopfbreite entspricht
in etwa der Oberkopflänge. Der Oberkopf geht (von oben gesehen) von
den Ohren zur Nasenkuppe sich
gleichmässig verjüngend mit schräg verlaufendem, nicht scharf ausgebildetem
Stirnabsatz in den keilförmig
verlaufenden Gesichtsteil (Fangteil) des Kopfes über. Ober- und Unterkiefer
sind kräftig ausgebildet.
Der Nasenrücken gerade, eine Einsattelung oder Aufwölbung ist nicht
erwünscht. Die Lippen sind straff, gut
schliessend und von dunkler Färbung.
Nase:
Die Nase muss schwarz sein.
Gebiss:
Das Gebiss
muss kräftig, gesund und vollständig sein (42 Zähne gemäss der Zahnformel).
Der Deutsche
Schäferhund hat ein Scherengebiss, d.h. die Schneidezähne müssen scherenartig
ineinandergreifen, wobei
die Schneidezähne des Oberkiefers scherenartig die des Unterkiefers
überschneiden. Auf-, Vor- und Rückbiss
ist fehlerhaft, ebenso grössere Zwischenräume zwischen den Zähnen (lückenhafte
Stellung). Fehlerhaft ist
ebenso die gerade Zahnleiste der Schneidezähne. Die Kieferknochen müssen
kräftig entwickelt sein, damit
die Zähne tief in die Zahnleiste eingebettet sein können.
Augen:
Die Augen sind mittelgross, mandelförmig, etwas schrägliegend und nicht
hervortretend. Die Farbe der Augen
soll möglichst dunkel sein. Helle, stechende Augen sind nicht erwünscht,
da sie den Ausdruck des Hundes
beeinträchtigen.
Ohren:
Der Deutsche Schäferhund hat Stehohren von mittlerer Grösse, die aufrecht
und gleichgerichtet getragen
werden (nicht seitwärts eingezogen), sie sind spitz auslaufend und mit
der Muschel nach vorn gestellt.
Kippohren und Hängeohren sind fehlerhaft. In der Bewegung bzw. Ruhestellung
nach hinten angelegt
getragene Ohren sind nicht fehlerhaft.
Hals:
Der Hals soll kräftig, gut bemuskelt und ohne lose Kehlhaut (Wamme)
sein. Die Zuwinkelung zum Rumpf
(Horizontale) beträgt ca. 45%.
Körper:
Die Oberlinie
verläuft vom Halsansatz an über den gut ausgebildeten Widerrist und
über den zur Horizontalen
ganz leicht abfallenden Rücken bis zur leicht abfallenden Kruppe ohne
sichtbare Unterbrechung. Der Rücken
ist fest, kräftig und gut bemuskelt. Die Lende ist breit, kräftig ausgebildet
und gut bemuskelt. Die Kruppe soll
lang und leicht abfallend (ca. 23° zur Horizontalen) sein und ohne Unterbrechung
der Oberlinie in den Ruten-
ansatz übergehen.
Brust:
Die Brust soll mässig breit sein, die Unterbrust möglichst lang und
ausgeprägt. Die Brusttiefe soll etwa 45%
bis 48% der Widerristhöhe betragen. Die Rippen sollen mässige Wölbung
ausweisen, tonnenförmige Brust
ist ebenso fehlerhaft wie Flachrippigkeit.
Rute:
Reicht mindestens bis zum Sprunggelenk, jedoch nicht über die Mitte
des Hintermittelfusses hinaus. Sie ist
an der Unterseite etwas länger behaart und wird in sanft herabhängendem
Bogen getragen, wobei sie in
der Erregung und in der Bewegung stärker angehoben getragen wird, jedoch
nicht über die Horizontale
hinaus. Operative Korrekturen sind verboten.
Gliedmassen - Vorhand:
Die Vordergliedmassen sind von allen Seiten gesehen gerade, von vorn
gesehen absolut parallel. Das
Schulterblatt und der Oberarm sind von gleicher Länge und mittels kräftiger
Bemuskelung fest am Rumpf
angelagert. Die Winkelung von Schulterblatt und Oberarm beträgt im Idealfall
90°, im Regelfall bis 110°.
Die Ellenbogen dürfen weder im Stand noch in der Bewegung ausgedreht
werden und ebenso nicht ein-
gedrückt sein. Die Unterarme sind von allen Seiten gesehen gerade und
zueinander absolut parallel
stehend, trocken und fest bemuskelt. Der Vordermittelfuss hat eine Länge
von ca. 1/3 des Unterarmes
und hat einen Winkel von ca. 20° bis 22° zu diesem. Sowohl ein zu schräg
stehender Vordermittelfuss
(mehr als 22°) als auch ein steil stehender Vordermittelfuss (weniger
als 20°) beeinträchtigen die
Gebrauchseignung, insbesondere die Ausdauerfähigkeit.
Pfoten:
Die Pfoten sind rundlich, gut geschlossen und gewölbt, die Sohlen hart,
aber nicht spröde. Die Nägel sind
kräftig und von dunkler Farbe.
Hinterhand:
Die Stellung der Hinterläufe ist leicht rückständig, wobei die Hintergliedmassen
von hinten gesehen
parallel zueinander stehen, Oberschenkel und Unterschenkel sind von
annähernd gleicher Länge und
bilden einen Winkel von ca. 120°, die Keulen sind kräftig und gut bemuskelt.
Die Sprunggelenke sind
kräftig ausgebildet und fest, der Hintermittelfuss steht senkrecht unter
dem Sprunggelenk.
Pfoten:
sind geschlossen, leicht gewölbt, die Ballen hart und von dunkler Farbe,
die Nägel kräftig, gewölbt und
ebenfalls von dunkler Farbe.
Gangwerk:
Der Deutsche Schäferhund ist ein Traber, die Gliedmassen müssen in Länge
und Winkelungen so auf-
einander abgestimmt sein, dass er ohne wesentliche Veränderung der Rückenlinie
die Hinterhand bis
zum Rumpf hin verschieben und mit der Vorhand genau soweit ausgreifen
kann. Jede Neigung zur Über-
winkelung der Hinterhand mindert die Festigkeit und die Ausdauer und
damit die Gebrauchstüchtigkeit.
Bei korrekten Gebäudeverhältnissen und Winkelungen ergibt sich ein raumgreifendes,
flach über den
Boden gehendes Gangwerk, das den Eindruck müheloser Vorwärtsbewegungen
vermittelt. Bei einem
nach vorn geschobenen Kopf und leicht angehobener Rute ergibt sich bei
einem gleichmässigen und
ruhigen Trab eine von den Ohrenspitzen über den Nacken und Rücken bis
zum Rutenende verlaufende
weichgeschwungene und nicht unterbrochene Rückenlinie.
Haut:
Die Haut ist (lose) anliegend, ohne jedoch Falten zu bilden.
Haarkleid - Beschaffenheit des Haares:
Die korrekte Behaarung für den Deutschen Schäferhund ist das Stockhaar
mit Unterwolle. Das Deckhaar
soll möglichst dicht, gerade, harsch und fest anliegend sein. Am Kopf
einschliesslich des Ohrinneren, an
der Vorderseite der Läufe, an Pfoten und Zehen kurz, am Hals etwas länger
und stärker behaart. An der
Rückseite der Läufe verlängert sich das Haar bis zum Vorderwurzelgelenk
bzw. bis zum Sprunggelenk, an
der Rückseite der Keulen bildet es mässige Hosen.
Farben:
Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen, Schwarz
einfarbig, grau mit dunklerer
Wolkung, schwarzem Sattel und Maske. Unauffällige, kleine weisse Brustabzeichen
sowie helle Innen-
seiten sind zugelassen, aber nicht erwünscht. Die Nasenkuppe muss bei
allen Farbschlägen schwarz sein.
Fehlende Maske, helle bis stechende Augenfarbe sowie helle bis weissliche
Abzeichen an Brust und Innen-
seiten, helle Krallen und rote Rutenspitze sind als Pigmentschwäche
zu bewerten. Die Unterwolle zeigt
einen leichten Grauton. Die Farbe weiss ist nicht zugelassen.
Grösse / Gewicht:
Rüden; Widerristhöhe zwischen 60 cm bis 65 cm, Gewicht von 30 kg bis
40 kg, Hündinnen; Widerristhöhe
zwischen 55 cm bis 60 cm, Gewicht von 22 kg bis 32 kg.
Hoden:
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelt Hoden aufweisen,
die sich vollständig im Hodensack
(Skrotum) befinden.
Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen
werden, dessen Bewertung
im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Schwere
Fehler:
Abweichungen von den vorstehend beschriebenen
Rassekennzeichen, welche die Gebrauchsfähigkeit beeinträchtigen.
Ohrenfehler: Seitlich zu tief angesetzte Ohren, Kippohren, Schildspannerstellung
der Ohren, nicht gefestigte Ohren. Erhebliche
Pigmentmängel. Stark beeinträchtigte Gesamtfestigkeit. Zahnfehler: Alle
Abweichungen vom Scherengebiss und der
Zahnformel, soweit es sich nicht um ausschliessende Fehler (siehe folgendes)
handelt.
Ausschliessende Fehler
a) Wesensschwache,
bissige und nervenschwache Hunde.
b) Hunde mit
nachgewiesener "schwerer HD".
c) Monorchiden
und Kryptorchiden sowie Hunde mit deutlich ungleichen bzw. verkümmerten
Hoden.
d) Hunde mit
entstellenden Ohren- bzw. Rutenfehler.
e) Hunde mit
Missbildungen.
f) Hunde
mit Zahnfehlern bei Fehlen von: 1 mal Prämolar 3 und ein weiterer Zahn
oder 1 Fangzahn oder 1 Prämolar 4 oder
1 Molar 1 bzw. Molar 2 oder insgesamt 3 Zähne und mehr.
g) Hunde
mit Kiefernmängel: Rückbiss von 2 mm und mehr, Vorbiss, Aufbeissen im
gesamten Schneidezahnbereich.
h) Hunde mit
Über- bzw. Untergrösse von mehr als 1 cm.
i) Albinismus.
j) Die Haarfarbe
weiss (auch bei dunklen Augen und Nägeln).
k) Langstockhaar
(langes, weiches, nicht fest anliegendes Deckhaar mit Unterwolle, Fahnen
an Ohren und Läufen, buschige
Hosen und buschige Rute mit Fahnenbildung nach unten).
l) Langhaar
(langes, weiches Deckhaar ohne Unterwolle, meist auf der Rückenmitte
gescheitelt, Fahnen an Ohren und
Läufen und an der Rute
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